place

Wohlen

Ersterwähnung 1178Ort im Kanton AargauSchweizer GemeindeWohlen
Wohlen Aussicht
Wohlen Aussicht

Wohlen (schweizerdeutsch: ˈʋɔlə) ist eine Einwohnergemeinde und ein grosses Dorf im Schweizer Kanton Aargau. Sie gehört zum Bezirk Bremgarten und liegt im Bünztal im Südosten des Kantons. Mit mehr als 17'000 Einwohnern ist Wohlen die viertgrösste Gemeinde des Aargaus und die grösste in der Region Freiamt. Sie bildet das Zentrum einer Subagglomeration am westlichen Rand der Metropolregion Zürich. Nach statistischen Kriterien ist Wohlen zwar eine Stadt, ihre Einwohner – die Wohler genannt werden – betrachten die Gemeinde aber überwiegend weiterhin als Dorf. 1178 erstmals urkundlich erwähnt, lag Wohlen bis 1415 im Untertanengebiet der Habsburger, danach bis 1798 in den Freien Ämtern, einer Gemeinen Herrschaft der Eidgenossen. Bis Ende des 18. Jahrhunderts war das Dorf fast ausschliesslich landwirtschaftlich geprägt, entwickelte sich dann aber zu einem bedeutenden Industriestandort. Dazu trug insbesondere die Strohgeflechtindustrie bei, die im 19. und frühen 20. Jahrhundert das wirtschaftliche Leben dominierte. Wohlen gelangte dadurch zu Wohlstand und war in der internationalen Modewelt für seine Strohhüte und -garnituren bekannt. Die Strohgeflechtindustrie ist seither vollständig verschwunden und anderen Wirtschaftszweigen gewichen. Zu Wohlen gehört auch das 1914 eingemeindete Dorf Anglikon.

Auszug des Wikipedia-Artikels Wohlen (Lizenz: CC BY-SA 3.0, Autoren, Bildmaterial).

Geographische Koordinaten (GPS)

Breitengrad Längengrad
N 47.35188 ° E 8.27745 °
placeAuf Karte anzeigen

Adresse

Kirchenplatz 2
5610
Aargau, Schweiz
mapBei Google Maps öffnen

Wohlen Aussicht
Wohlen Aussicht
Erfahrung teilen

In der Umgebung

St.-Anna-Kapelle (Wohlen)
St.-Anna-Kapelle (Wohlen)

Die St.-Anna-Kapelle ist eine römisch-katholische Kapelle in Wohlen in der Schweiz. Sie befindet sich rund 250 Meter nördlich der Pfarrkirche St. Leonhard, an der Hauptstrasse in Richtung Niederwil. Vermutlich geht die Kapelle bis auf das Ende des 12. Jahrhunderts zurück. Das heute bestehende Gebäude stammt von 1513/14 und wurde am 6. Dezember 1515 zu Ehren der Heiligen Anna durch den Weihbischof von Konstanz geweiht. Beim Bildersturm von 1529 wurde die Kapelle beschädigt und danach für andere Zwecke verwendet, die Neuweihe erfolgte erst 1576. Die Kapelle präsentiert sich in einem schlichten spätgotischen Stil. An das Schiff mit rundbogiger Eingangstür schliesst sich ein leicht vorspringender, polygonaler Chor an. Auf dem steilen Satteldach erhebt sich ein Dachreiter mit sechsseitigem Nadelhelm. Die Glocke wurde 1513 in Zürich gegossen und trägt die Inschrift «Ave Maria gratia plena Domenicus tecum». Als besondere Kostbarkeit der Kapelle gilt der Flügelaltar, den die Kirchgemeinde 1894 bei einem Luzerner Goldschmied erwarb. Der im frühen 16. Jahrhundert angefertigte Altar befand sich ursprünglich in der Wallfahrtskirche Hergiswald. Er birgt in einem von geschnitzten Blattwerkbögen dreigeteilten Schrein die aus Lindenholz gefertigten Figuren der Heiligen Leodegar, Mauritius und Paulus. An den Innenseiten der Flügel sind die Heiligen Katharina und Barbara als Flachrelief abgebildet, an den Aussenseiten gemalt die Muttergottes und Erzengel Michael.