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Friedenskirche (Wiesbaden)

Erbaut in den 1900er JahrenFriedenskircheKirchengebäude im Katholischen Bistum der Alt-Katholiken in DeutschlandKirchengebäude in EuropaKirchengebäude in Wiesbaden
Neugotisches Bauwerk in WiesbadenNeugotisches KirchengebäudeWiesbaden-Mitte
Wiesbaden Altkatholische Friedenskirche
Wiesbaden Altkatholische Friedenskirche

Die Friedenskirche in Wiesbaden ist ein neugotisches Gebäude, das 1898 bis 1900 errichtet wurde. Architekt war Max Schröder.Nach ihrer Gründung wurde der Katholischen Pfarrgemeinde der Alt-Katholiken Wiesbaden die Bonifatiuskirche von staatlicher Seite zur Nutzung überlassen, was zu Auseinandersetzungen mit den römisch-katholisch gebliebenen Gemeindemitgliedern führte. Nach Beendigung des Streits zog die alt-katholische Gemeinde 1886 aus, so dass ein Neubau erforderlich wurde. Als Bauplatz wurde das spitzwinklige Grundstück Ecke Schwalbacher Straße/Platter Straße gewählt, welches durch seinen erhöhten Standort am oberen Ende der Schwalbacher Straße einen städtebaulichen Akzent zu setzen versprach, andererseits jedoch sehr beengt war. So konnte der beauftragte Architekt Max Schröder, der auch schon die alt-katholische Christuskirche in Offenbach erbaut hatte, eine Ostung nicht durchführen. Er entwarf einen einschiffigen neogotischen Bau mit einem polygonalen Chor im Süden und einem Turm im Nordwesten. Das Innere ist reich bemalt und besitzt eine dunkle Holzdecke mit Abhänglingen. Der Grundstein für die Kirche wurde 1898 gelegt, die Weihe fand im Jahr 1900 statt. Ganz in der Nähe des Standortes der Kirche befand sich vom Jahre 89 bis ca. 130 ein römisches Kastell.

Auszug des Wikipedia-Artikels Friedenskirche (Wiesbaden) (Lizenz: CC BY-SA 3.0, Autoren, Bildmaterial).

Friedenskirche (Wiesbaden)
Schwalbacher Straße, Wiesbaden

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Breitengrad Längengrad
N 50.08431 ° E 8.235782 °
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Adresse

Friedenskirche

Schwalbacher Straße 60
65183 Wiesbaden (Mitte)
Hessen, Deutschland
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Wiesbaden Altkatholische Friedenskirche
Wiesbaden Altkatholische Friedenskirche
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Gedenkstätte für die ermordeten Wiesbadener Juden
Gedenkstätte für die ermordeten Wiesbadener Juden

Die Gedenkstätte für die ermordeten Wiesbadener Juden, umgangssprachlich auch Gedenkstätte Michelsberg oder Namentliches Gedenken in der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden ist eine Gedenkstätte für die jüdischen Opfer des Holocausts aus Wiesbaden während der Zeit des Nationalsozialismus. Während der Pogromnacht vom 9./10. November 1938 wurde die 1869 erbaute Synagoge am Michelsberg von Nationalsozialisten in Brand gesetzt. Das Gebäude wurde so schwer beschädigt, dass es 1939 abgerissen wurde. Lange Zeit wurde an die Geschehnisse vor Ort nicht öffentlich erinnert und im Zuge des Baus der Hochbrücke lief der Ort Gefahr, gänzlich aus dem öffentlichen Blick zu verschwinden. Das Aktive Museum Spiegelgasse für Deutsch-Jüdische Geschichte in Wiesbaden setzte sich für den Bau einer Gedenkstätte für die ermordeten Wiesbadener Juden an dem Ort ein, an dem einst die Synagoge der Jüdischen Gemeinde stand. Nach dem Abriss der Hochbrücke 2001 war die Möglichkeit gegeben, an dem authentischen Ort der Synagoge an die Opfer des Nationalsozialismus zu erinnern. 2005 lobte die Landeshauptstadt Wiesbaden einen städtebaulichen Ideenwettbewerb mit Realisierungsteil zur Erlangung von Entwürfen für die Neugestaltung des Bereichs „ehemalige Synagoge/Michelsberg“ aus. Wichtigstes Ziel des Wettbewerbs war die Schaffung eines Ortes des namentlichen Gedenkens an die während der nationalsozialistischen Diktatur ermordeten und vertriebenen Juden. Am 27. Januar 2011, dem bundesweiten Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus, wurde nach acht Monaten Bauzeit die Gedenkstätte Namentliches Gedenken am Michelsberg eingeweiht. Das Denkmal macht mit seinen sieben Meter hohen Stahlbetonwänden die Ausmaße der ehemaligen Synagoge an dieser Stelle sichtbar. Zudem sind die Umrisse der Synagoge im Bodenbelag dargestellt. Auf Augenhöhe sind die Namen aller bisher ermittelten 1507 Opfer auf Steinplatten graviert. Die Gestaltung des Mahnmals ist auf Entwürfe der Künstlerin Valeria Sass und dem Architekturbüro Barbara Willecke zurückzuführen. Die Gedenkstätte wird durch das Stadtarchiv Wiesbaden verwaltet.