place

Tertius (Sandbank)

Geographie (Kreis Dithmarschen)SandbankWattenmeer in der Helgoländer Bucht
Meldorferbucht
Meldorferbucht

Tertius oder auch Tertiussand ist eine Sandbank in der Helgoländer Bucht vor der Küste Dithmarschens. Sie liegt westlich der Mittelplate, zwischen Norder- und Süderpiep. Früher war Tertius ein Hochsand, ist aber seit Jahrzehnten häufig überflutet und besitzt daher keine Vegetation. Das Gebiet ist wie andere Hochsände oder überflutete Sandbänke keiner Gemeinde und keinem Landkreis zugeordnet. Tertius liegt etwa 10 Kilometer westlich des Badeortes Büsum in der Meldorfer Bucht und unterliegt wie die anderen unbefestigten Inseln, Hochsände und Sandbänke an der Westküste Schleswig-Holsteins einer stetigen Ostwärtswanderung. Im Süden befindet sich die Insel Trischen, im Nordosten der Hochsand Blauort. Tertius und die gleichnamige umgebende Plate (Sandbank) Tertiussand werden vom Gezeitenstrom Piep umschlossen, der die Zufahrt zum Hafen von Büsum ermöglicht und sich hier seewärts in Norderpiep und Süderpiep aufteilt. Auf der Sandbank rasten neben Seevögeln zahlreiche Robben, so dass von Büsum aus Ausflugsfahrten nach Tertius angeboten werden. Ein Betreten der im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer gelegenen Sandbank, die nicht in der Schutzzone I liegt, ist nur unter Auflagen möglich. Einziges Bauwerk auf Tertius ist eine Bake, die als optisches Seezeichen dient.

Auszug des Wikipedia-Artikels Tertius (Sandbank) (Lizenz: CC BY-SA 3.0, Autoren, Bildmaterial).

Geographische Koordinaten (GPS)

Breitengrad Längengrad
N 54.13333333 ° E 8.7 °
placeAuf Karte anzeigen

Adresse

Schleswig-Holstein



Schleswig-Holstein, Deutschland
mapBei Google Maps öffnen

Meldorferbucht
Meldorferbucht
Erfahrung teilen

In der Umgebung

Blauort
Blauort

Blauort ist ein der deutschen Nordseeküste von Dithmarschen (nahe Büsum) vorgelagerter, unbewohnter Hochsand (Außensand), der etwa 1200 m in Nord-Süd-Richtung und 500 Meter in Ost-West-Richtung misst. Er ist umgeben von der Sandbank Blauortsand, die im Norden vom Priel Wesselburener Loch und im Süden von der Piep begrenzt ist. Der Blauort wandert wie alle unbefestigten Inseln und Hochsände an der Westküste Schleswig-Holsteins stetig ostwärts. Von 1938 bis 1962 bewegte sich der Sand pro Jahr etwa 32 Meter landwärts, zurzeit beträgt die Entfernung zur Küste rund sechs Kilometer. Blauort ragt über das mittlere Tidehochwasser (hier bei 1,83 m ü. NN) hinaus und wird nur bei Spring- oder Sturmfluten vollständig überspült. Es gibt keine Vegetation auf Blauort. Seit 1985 ist Blauort, das zu den wenigen weitgehend naturbelassenen Lebensräumen an der Küste zählt und von großer Bedeutung für Seevögel und Seehunde ist, Teil der Schutzzone 1 des Nationalparks Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer. Blauort ist durch eine Bake, die Blauortbake, markiert. In den Sommermonaten werden geführte Wattwanderungen zum Blauortsand von Büsum und Wesselburen aus angeboten. Im Januar 2016 strandete ein Pottwal auf Blauort. Er war einer von neun Tieren, die beim größten je vor Schleswig-Holstein registrierten Pottwal-Sterben an der Küste verendeten.Die Büsumer Schriftstellerin Stefanie Bachstein nannte einen ihrer Gedichtbände Blauort.