Die Richterschlüchte sind eine Schlucht im Elbsandsteingebirge in Sachsen. Das reichlich 2 km lange Trockental stellt eine Verbindung vom Großen Zschand zum Großen Winterberg dar.
Bereits im Mittelalter gab es nach Oeders Karte einen Weg durch die Schlüchte. Der untere Teil der Richterschlüchte steigt nur sanft an (1:40) und geht im weiteren Verlauf in eine Steilstufe über. Ungefähr 1,5 km vom Großen Zschand entfernt ca. in auf halber Höhe des steilen Anstiegs befindet sich die Richtergrotte, eine Blocktrümmerhöhle. Bei Götzinger (1812) hatte die Grotte noch keinen Namen. Sie wurde wie folgt beschrieben: „Denn dort oben in einem versteckten Winkel linker Hand verbirgt sich ein seither noch unbekanntes Naturwunder, dessen täuschende Gestalt du sehen musst. Hier trittst Du nämlich in die ungeheuren Ruinen eines alten Prachttempels, von noch ein Theil der hohen Mauern, die Trümmern des Altares, und vornämlich die hohe Kuppel des Hochaltars erhalten worden ist: denn gerade so stellt sich dieser wundersame Bau der Natur bei aufmerksamer Betrachtung dir dar.“ In der Nähe der Richtergrotte zweigt der Goldsteig ab, um unterhalb des Goldsteins den Roßsteig zu treffen.
Im oberen Bereich der Schlüchte befindet sich das Krinitzgrab.
2022 waren die Richterschlüchte von Waldbränden betroffen.