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Kormoraninsel

Geographie (Kreis Nordfriesland)Hochsand
13 09 29 Sand im Meer N3S 9180
13 09 29 Sand im Meer N3S 9180

Die Kormoraninsel ist ein Hochsand im Wattenmeer der Deutschen Bucht. Er liegt jeweils etwa 3,5 Kilometer entfernt von den schleswig-holsteinischen Inseln Sylt, Föhr und Amrum. Im Jahr 2000 wurde er erstmals auf Seekarten verzeichnet.

Auszug des Wikipedia-Artikels Kormoraninsel (Lizenz: CC BY-SA 3.0, Autoren, Bildmaterial).

Geographische Koordinaten (GPS)

Breitengrad Längengrad
N 54.74444444 ° E 8.35777778 °
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Adresse

Schleswig-Holstein



Schleswig-Holstein, Deutschland
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13 09 29 Sand im Meer N3S 9180
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Køkkenmødding von Groß-Dunsum

Der Køkkenmødding von Groß-Dunsum ist eine mehrere Hektar große archäologische Fundstelle nördlich von Groß-Dunsum, in der Nähe des Seedeiches, auf der Geest der Insel Föhr in Schleswig-Holstein. Der mehrschichtige aus Muschelschalen bestehende Abfallhaufen ist im Westteil durch Abgrabungen zerstört. Bei den Arbeiten wurden neben Keramikscherben zahlreiche Geräte aus Knochen, Knochen von Haustieren und von einem Wal gefunden. Die Funde veranlassten Robert Knorr und Friedrich Behn in den Jahren 1911/12 Schnitte durch die Erhebung zu legen. Der Abfallhaufen wird in die vorrömische Eisenzeit (800–450 v. Chr.) datiert. In einer jüngeren Schicht, neben dem Køkkenmødding, wurden die Reste eines Hauses mit Steinpflaster und Herdstelle freigelegt werden, das offenbar sehr lange bestanden hatte. Da Køkkenmøddinger auf den Nordfriesischen Inseln, insbesondere auf Sylt, in größerer Anzahl vorkommen, war, auch im Hinblick auf die Aufwarftung der Marschensiedlungen, eine neue Untersuchung angebracht, um Einblick in den Schichtaufbau und die Stratigraphie der Keramik zu gewinnen. Im Jahre 1953 wurde ein 16 m langer und 1,8 m breiter Suchgraben in den Hügel eingetieft. Der Befund zeigte, dass über der Geest ein über zwei Meter mächtiges Schichtpaket lag, das im Profilaufbau eine horizontale Gliederung zeigte. Im unteren Teil fanden sich Spuren von gelblichem Geestlehm und Geestsand und dünne Asche- und Holzkohleschichten, mit rotgebrannten Tonstückchen durchsetzte Aufträge. In den oberen 1,50 m bildeten die Tonteilchen einen höheren Anteil, so dass die Profile einen rötlichen Schimmer zeigten. In allen Ebenen wurden Pfostenlöcher und Feldsteinpflaster gefunden, deren Größe aufgrund der Suchgrabenbreite nicht zu ermitteln war. Während primär seeseitig größere Anhäufungen von Molluskenschalen angetroffen wurden, wurden im Bereich des Suchgrabens lediglich Schalennester von etwa einem m² und einer Mächtigkeit bis 0,25 m festgestellt. Die Nester enthielten vorzugsweise die Schalen einer Art, in einheitlicher Größe. Herzmuscheln (Cardium edule) kamen stets ohne Beimengungen vor, während Nester, mit Pfahlmuscheln (Mytilus edulis) und Strandschnecken (Litorina litorea) keine Herzmuscheln aufwiesen. Dies wird darauf zurückgeführt, dass die Lebensräume der Arten einander ausschließen und die Schalennester die Überreste auf bestimmten Wattflächen gesammelter Mahlzeiten darstellen. Während der Grabung 1953 wurden außer den Resten der Muschelmahlzeiten Reste von Haustieren, vor allem vom Rind, und mehrere trogförmige Mahlsteine geborgen, was zeigt, dass Ackerbau betrieben wurde. Der Grabungsbefund vermittelt das Bild einer bäuerlichen Kultur, die in stärkerem Maße das Watt zur Ergänzung des Nahrungsbedarfs nutzte. Parallelen dazu finden sich an den Buchten der schleswig-holsteinischen Ostküste.