Das Vogelschutzgebiet Schlei erstreckt sich über rund 40 Kilometer auf dem längsten und schmalsten Meeresarm der Ostsee von Schleimünde und Maasholm bis zur Stadt Schleswig. Die Schlei ist eine der vier Förden der Ostseeküste Schleswig-Holsteins und trennt die Grundmoränenlandschaften der Halbinseln Angeln und Schwansen voneinander. Zu dem geschützten Bereich gehören die lang gestreckte Schleiförde, mit den breiten, seenartigen und den schmalen Abschnitten und ihren Uferzonen sowie dem vorgelagerten Flachwasserbereich der Ostsee, dem sogenannten Schleisand. Die gesamte Landschaft gilt wegen ihrer Verzahnung von Brack- und Salzwasserlebensräumen als äußerst vielfältig und in ihrer Ausprägung als einmalig in Schleswig-Holstein. Die Fülle unterschiedlicher Lebensräume, zu denen Schilfröhrichte, Sandstrände und Strandwälle, Steilküsten, quellige Niedermoore, Feucht- und Salzwiesen, mageres Grünland, Auen, Knicks und Buchenwälder gehören, bietet vielen Tier- und Pflanzenarten Lebensraum. Wegen der Vorkommen von Lebensraumtypen mit hohem Schutzstatus und um die Nahrungs-, Vermehrungs-, Mauser-, Rast- und Überwinterungsstätten wildlebender Vogelarten zu erhalten wurde die Schlei als ein Fauna-Flora-Habitat-Gebiet und als Europäisches Vogelschutzgebiet zu einem Teil des länderübergreifenden Netzes besonderer Schutzgebiete Natura 2000, das den Erhalt der biologischen Vielfalt zum Ziel hat und dem anhaltenden Rückgang von wildlebenden Arten und ihrer natürlichen Lebensräume entgegenwirken soll.