Bunker auf Schwanenwerder
Der Luftschutzbunker auf Schwanenwerder wurde 1940/1941 an der Adresse Inselstraße 7 auf der Insel Schwanenwerder im Ortsteil Nikolassee des Bezirks Steglitz-Zehlendorf errichtet, um der Familie von Joseph Goebbels und weiterer hoher NS-Funktionäre einen Schutz vor Luftangriffen zu gewährleisten, die auf der Insel im Großen Wannsee Villen oder Bootshäuser hatten. Das Gelände für seine Villa hatte Goebbels 1936 erworben und 1938 erweitert, indem er seinen Nachbarn, den jüdischen Bankier Samuel Goldschmidt, zum Verkauf gezwungen hatte. Das weitgehend noch unbebaute Grundstück des Bunkers hatte Albert Speer 1938 der Baronin Marie-Anne von Goldschmidt-Rothschild abgekauft, um sich hier ein Bootshaus zu bauen. Es handelt sich um einen Tiefbunker mit einer Grundfläche von etwa 80 Quadratmetern. Im Bunker suchten verschiedene Bewohner Zuflucht. Die Familie Goebbels war zuvor schon aus Berlin geflohen. Nach dem Krieg wurde Goebbels’ Villa geplündert und später abgerissen. Ab 1962 wurden Sommer-Jugendfreizeitlager auf dem Areal durchgeführt. Am 10. Juli 2002 überrollte das Sturmtief Anita das Stadtgebiet. Von den 150 Campern auf dem Gelände kamen durch umstürzende Bäume zwei Jugendliche um, 80 Menschen wurden teils schwer verletzt. Seitdem wird das Gelände nicht mehr für Camping genutzt.
Auszug des Wikipedia-Artikels Bunker auf Schwanenwerder (Lizenz: CC BY-SA 3.0, Autoren).Bunker auf Schwanenwerder
Inselstraße, Berlin Nikolassee
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Geographische Koordinaten (GPS)
| Breitengrad | Längengrad |
|---|---|
| N 52.446047082751 ° | E 13.170269031473 ° |
Adresse
Inselstraße 42
14129 Berlin, Nikolassee
Deutschland
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