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Erdbeben von Messina 1908

Erdbeben in ItalienGeologie (Sizilien)Geschichte (Kalabrien)Geschichte (Sizilien)Italienische Geschichte (20. Jahrhundert)
MessinaNaturkatastrophe 1908Reggio CalabriaTsunami
Messina Seismogramm 1908
Messina Seismogramm 1908

Das Erdbeben von Messina 1908 in Italien war die nach Opfern schwerste Naturkatastrophe Europas im 20. Jahrhundert. Am 28. Dezember 1908 um 05:21 Uhr wurde die Region um die Straße von Messina für 37 Sekunden durch ein starkes Erdbeben erschüttert, die Städte Messina, Reggio Calabria und Palmi wurden nahezu völlig zerstört. Das Beben hatte nach Vergleichsberechnungen eine Stärke von 7,2 auf der Momenten-Magnituden-Skala. Ein den Erdstößen folgender Tsunami richtete weitere große Schäden an und forderte weitere Opfer. Die Schätzungen der Opferzahlen gehen auseinander: In Messina und Reggio Calabria verloren demnach zwischen 72.000 und 110.000 Einwohner ihr Leben.

Auszug des Wikipedia-Artikels Erdbeben von Messina 1908 (Lizenz: CC BY-SA 3.0, Autoren, Bildmaterial).

Erdbeben von Messina 1908
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Messina Seismogramm 1908
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In der Umgebung

Museo Archeologico Nazionale di Reggio Calabria
Museo Archeologico Nazionale di Reggio Calabria

Das Museo Archeologico Nazionale di Reggio Calabria (MArRC), ehemals Museo Nazionale della Magna Grecia, ist ein Museum in Reggio Calabria in Kalabrien in Italien. Nach dem Erdbeben von 1908 wollte Paolo Orsi das vorhandene Museo Civico und die Staatlichen Sammlungen mit den Funden aus archäologischen Forschungen in Kalabrien zusammenführen, die den Forschungsarbeiten der vorangegangenen 160 Jahre zu verdanken waren. Darunter waren Fundstücke aus den Grabungen des Herzogs von Luynes und denen von Paolo Orsi. Das Museumsgebäude, der Palazzo Piacentini, befindet sich an der Piazza De Nava. Es wurde 1932 von Marcello Piacentini entworfen und bis 1942 fertiggestellt. Wegen des Krieges konnte das Gebäude zunächst nicht genutzt werden. 1954 wurde das Museum eröffnet. Das Gebäude hat einen quadratischen Grundriss und vier Etagen. 1981 wurde die Ausstellung Archäologie unter Wasser eingerichtet, um die 1972 gefundenen Bronzestatuen von Riace in einem angemessenen Kontext zu präsentieren. Von 2009 bis 2013 war das Museum wegen Umbau- und Erweiterungsarbeiten geschlossen und am 21. Dezember 2013 wurde der Saal mit den Bronzestatuen von Riace vorläufig wiedereröffnet. Am 30. April 2016 wurde das Museum im Beisein des Ratspräsidenten Matteo Renzi und des Kulturministers Dario Franceschini endgültig wiedereröffnet. Dreh- und Angelpunkt der Erweiterung sind der neue Innenhof, der überdacht wurde, und die neue Panoramaterrasse, von der aus man die Straße von Messina überblicken kann. Die Erweiterung wurde von dem Architekten Paolo Desideri projektiert. Die bis dahin im 2. Obergeschoss gezeigten Gemälde befinden sich nun in der Pinacoteca Comunale von Reggio di Calabria.