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Kothe (Fluss)

Fluss in EuropaFluss in SachsenFlusssystem SpreeGeographie (Neusalza-Spremberg)Gewässer im Landkreis Görlitz
Fotothek df rp c 0670047 Dürrhennersdorf. Oberreit, Sect. Stolpen, 1821 22
Fotothek df rp c 0670047 Dürrhennersdorf. Oberreit, Sect. Stolpen, 1821 22

Die Kothe, auch Kothebach oder Kothe-Flüsschen genannt, ist ein ca. 3,5 km langer Bach, dessen Quellen im lehmigen Grundmoränengebiet am Rand des Friedersdorfer Waldes bereits auf Schönbacher Flur liegen und der ca. 60 m östlich des Reiterhauses in Neusalza-Spremberg bei der heutigen "Seniorenresidenz" in die Spree mündet. Der Wasserlauf der Kothe musste dabei als Tunnel unter die B 96 verlegt werden. Das Wasser der Kothe und seiner kleinen Zuläufe ist wiederholt zu Fischteichen aufgestaut, von denen aber die meisten sanierungsbedürftig sind, da sie weitgehend trocken liegen. Die Kothe ist ein relativ klarer Bach, da kaum Schmutzstoffe in ihn gelangen; daher finden Bachforelle, Bachneunauge und Schmerle einen geeigneten Lebensraum. Im Oberlauf sind die Hänge muldenartig, im weiteren Verlauf auf Neusalza-Spremberger Flur ist das Bachtälchen kerbartig eingeschnitten. Die Hänge sind deutlich asymmetrisch ausgebildet, d. h. der südöstliche Hang ist steil, steinig und daher bewaldet, dagegen weist der nordwestliche Hang geringere Neigungswinkel auf und dient dem Ackerbau bzw. der Grünlandnutzung. Das Quellgebiet der Kothe ist durch Entwässerung weitgehend zerstört. Der Bach ist im Schilfteich angestaut.

Auszug des Wikipedia-Artikels Kothe (Fluss) (Lizenz: CC BY-SA 3.0, Autoren, Bildmaterial).

Kothe (Fluss)
Am Spreepark, Neusalza-Spremberg

Geographische Koordinaten (GPS) Adresse In der Umgebung
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Geographische Koordinaten (GPS)

Breitengrad Längengrad
N 51.036405555556 ° E 14.542277777778 °
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Adresse

Am Spreepark 9
02742 Neusalza-Spremberg
Sachsen, Deutschland
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Fotothek df rp c 0670047 Dürrhennersdorf. Oberreit, Sect. Stolpen, 1821 22
Fotothek df rp c 0670047 Dürrhennersdorf. Oberreit, Sect. Stolpen, 1821 22
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In der Umgebung

Schmiedesteine
Schmiedesteine

Die Schmiedesteine (359,5 m) sind eine Felsengruppe aus Granodiorit an der Südflanke des Hahneberges (410,3 m). Sie liegen dicht am Ortsrand von Neusalza-Spremberg, am ehemaligen Dorf Spremberg. Die höchste Erhebung misst ca. 10 m über dem Hangfuß. Die Felsen sind teilweise mit Stufen versehen und dienen unter anderem als Aussichtsplattform und Übungsfelsen für Bergsteiger. 1925 wurde auf einem Plateau über dem Hauptmassiv eine Naturbühne für Theateraufführungen, Konzerte und Gesangsveranstaltungen errichtet. Mächtige Stieleichen, Winterlinden und Bergahorne sowie Lärchen prägen das Waldstück um die Schmiedesteine. Die Schmiedesteine stehen als Naturdenkmal unter Schutz und zählen neben dem Reiterhaus, dem Spreepark und den historischen kleinstädtischen Marktplätzen zu den touristischen Sehenswürdigkeiten von Neusalza-Spremberg. Das eigentümliche und sagenumwobene Felsmassiv am Nordhang der Spree im oberen Stadtteil (Oberdorf) ist nach älteren Forschungen als slawische Kultstätte mit Opferhain anzusehen, die mit der Ausbreitung des Christentums verschwand. Mit der Errichtung des historischen Vorläufers der heutigen Dorfkirche Spremberg um 1250 auf dem naheliegenden Kirchberg schufen sich die ersten Ansiedler Sprembergs demzufolge ihr lokales christliches Bollwerk gegen den slawischen Götterkult, in dem auch die Schmiedesteine als markantes Naturobjekt eingebunden waren (vgl.L. Mohr 2017, S. 6f). Um die Schmiedesteine ranken sich Legenden. Eine handelt davon, dass im Mittelalter an der Stelle der Felsen eine Schmiede stand. Als der Schmied den Auftrag erhielt einem Ritter eine Rüstung zu schmieden, nahm er die Hilfe des Teufels in Anspruch. Als der Schmied seiner Lage bewusst wurde, floh er mit seiner Familie. Aus Zorn warf der Teufel große Felsen vom Czorneboh auf die Schmiede und einen kleineren Felsbrocken der flüchtenden Familie hinterher. Dieser Brocken liegt an der Spree unterhalb des Reiterhauses. Eine zweite Variante der Sage erzählt davon, dass der Teufel nachdem ihn der Schmied erkannt und abgewiesen hatte, eine neue Schmiede entstehen ließ, die alle Kundschaft an sich zog. Da der Schmied jedoch Hunger und Not ertrug und geduldig ausdauerte, packte den Teufel die Wut und er „zerschmiss“ seine neue Schmiede. „Nichts als einen wüsten Haufen hochgetürmter Steine ließ er zurück.“ Aufgrund der Sage gelten einige auffällig geformte Steine als Schmiedewerkzeuge und die Schmiedsteine selbst als die Teufelsschmiede. Die Schmiedesteine waren zu DDR-Zeiten und nach der Wiedervereinigung (1990) die Naturbühne für zahlreiche Aufführungen der überregional bekannten aus Laienschauspielern bestehenden „Karasek-Theatergruppe“ unter Leitung des verdienstvollen Lehrer-Ehepaars Hartmut und Renate Hofmann, Ehrenbürger der Stadt Neusalza-Spremberg. (Siehe auch Hänscheberg). Am 22. Juni 1991 – kurz vor dem Besuch des Bundeskanzlers Helmut Kohl am 3. Juli in Neusalza-Spremberg – fand unter Mitwirkung des Musikvereins „Germania“ der Partnerstadt Donzdorf das I. Schmiedesteinfest statt. Im Vorfeld waren dazu aufwendige Instandsetzungsarbeiten in der wildromantischen Naturkulisse erforderlich.