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Andreasvorstadt

AndreasvorstadtStadtteil von Erfurt
Erfurt Andreasvorstadt
Erfurt Andreasvorstadt

Die Andreasvorstadt ist eine der historischen Vorstädte und ein heutiger Stadtteil Erfurts. Sie liegt nördlich der Altstadt vor dem Andreastor und erstreckt sich zwischen der Hannoverschen Straße (ehemalige Bundesstraße 4) und der Gera (im Süden auch darüber hinaus bis zur Magdeburger Allee) vom Andreastor im Süden bis zur Riethstraße im Norden. Mitten durch den Stadtteil verläuft die Nordhäuser Straße als wichtige Verkehrsachse. Sie ist die flächenkleinste, aber einwohnerstärkste der Erfurter Vorstädte mit 15.556 Einwohnern (31. Dezember 2010) auf einer Fläche von 2,85 km². Der Großteil der Bevölkerung, etwa 13.000 Einwohner, konzentriert sich im südlichen Drittel der Andreasvorstadt, das durch eine sehr hohe Bevölkerungsdichte gekennzeichnet ist. Vorherrschende Struktur sind hier planvoll angelegte Straßenzüge aus Mietshäusern, die etwa zwischen 1880 und 1910 errichtet wurden. Der nördliche Teil der Andreasvorstadt ist hingegen nicht von Wohnbebauung geprägt, wenngleich es Straßen mit Eigenheimen gibt. Große Flächen nehmen hier der Campus der Universität Erfurt, der Nordpark und das Klinikum Erfurt ein. Die Andreasvorstadt ist ein vergleichsweise junger Stadtteil mit Ansätzen von studentischer Prägung. Ihr Name leitet sich vom Andreastor und dieser wiederum von der Andreaskirche nach dem heiligen Andreas ab.

Auszug des Wikipedia-Artikels Andreasvorstadt (Lizenz: CC BY-SA 3.0, Autoren, Bildmaterial).

Andreasvorstadt
Nordhäuser Straße, Erfurt Andreasvorstadt

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Breitengrad Längengrad
N 50.984444444444 ° E 11.018611111111 °
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Adresse

Alt-Erfurt

Nordhäuser Straße 12
99089 Erfurt, Andreasvorstadt
Thüringen, Deutschland
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In der Umgebung

Petersberg (Erfurt)
Petersberg (Erfurt)

Der Petersberg ist eine etwa 231 Meter hoch gelegene Erhebung, die im Zentrum der thüringischen Landeshauptstadt Erfurt liegt. Auf dem Gelände erstreckt sich die Zitadelle Petersberg. Im Inneren befindet sich die Peterskirche, die einst größte romanische Klosterkirche Thüringens. Vermutlich schon Jahrtausende vor Christus war der Berg von Steinzeitmenschen besiedelt. Wenige Jahrhunderte vor Christus folgten die Kelten und Germanen, die den Petersberg wohl als Wallburg, Fluchtburg sowie als Kultstätte nutzten. Mitte des ersten Jahrtausends drangen nach ihrem Sieg über die Altthüringer die Franken nach Thüringen und ließen auf dem Petersberg wahrscheinlich eine Königspfalz mit einer ersten geistlichen Siedlung, einem späteren Kollegiatstift, errichten. Unter Karl dem Großen entstand auf der Anhöhe ein Sitz für einen Königsboten, der vor allem die durch Erfurt verlaufende Königsstraße (via regia) zu schützen hatte. Im Jahr 755 vereinte der Missionar Bonifatius das Bistum Erfurt, das er kurz zuvor gegründet hatte, mit dem Bistum von Mainz. Dessen Erzbischof wandelte 1060 das Kollegiatstift auf dem Petersberg in ein Kloster für Benediktiner um, es entstand das Kloster St. Peter und Paul (Peterskloster). Nachdem ein Stadtbrand die Anlage zerstört hatte, wurde das Kloster Anfang des 12. Jahrhunderts zusammen mit einer neuen Klosterkirche, der Peterskirche, wieder aufgebaut. In den folgenden Jahrzehnten diente das Kloster auf Grund seiner engen Beziehung zu der nebenan gelegenen Königspfalz auf dem Petersberg verschiedene Male als Unterkunft für deutsche Kaiser und Könige. Während des Dreißigjährigen Kriegs wurde der Petersberg für einige Jahre von den Schweden besetzt, die seine strategische Lage sofort erkannt hatten. Unter dem kurmainzischen Kurfürsten und Erzbischof Johann Philipp von Schönborn wurde Mitte des 17. Jahrhunderts das Gelände des Petersbergs zu einer Stadtfestung, der Zitadelle Petersberg, ausgebaut. Anschließend war sie bis in die 1960er Jahre mit kleineren Unterbrechungen einer der zentralen militärischen Orte der Region. Von 1802 bis 1806 wurde der Petersberg von preußischen, 1806 bis 1814 von französischen Truppen als Zitadelle genutzt. Mit dem Wiener Kongress im Jahre 1815 kam der Petersberg mit Erfurt endgültig zum Königreich Preußen. Das Peterskloster wurde während der Belagerung von 1813 größtenteils zerstört, einzig die Peterskirche blieb bis heute, wenn auch in reduzierter Form, erhalten. Seit 1990 führen das Land Thüringen und die Stadt Erfurt Sanierungen in größerem Umfang durch. Heute befinden sich in den Gebäuden auf dem Petersberg staatliche Ämter, Wohnungen sowie touristische und kulturelle Einrichtungen.