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Hungerpyramide

Aufgeschütteter BergBauwerk in WächtersbachErbaut in den 1860er JahrenGeographie (Wächtersbach)Neuzeitliche Pyramide

Hungerpyramide, auch Hungersteine genannt, ist ein „ungewöhnliches“ historisches Denkmal des 19. Jahrhunderts in der Gemarkung von Wächtersbach.

Auszug des Wikipedia-Artikels Hungerpyramide (Lizenz: CC BY-SA 3.0, Autoren).

Hungerpyramide
L 3271, Wächtersbach

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Geographische Koordinaten (GPS)

Breitengrad Längengrad
N 50.2805611 ° E 9.2306861 °
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Adresse

Hungersteine/-pyramide

L 3271
63607 Wächtersbach
Hessen, Deutschland
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In der Umgebung

Büdinger Wald
Büdinger Wald

Der Büdinger Wald ist eine Waldlandschaft bzw. ein Naturraum am rechten Rand des mittleren Kinzigtales in Hessen. Unterbrochen von Straßen oder Flüssen schließen sich im Norden, Osten und Süden (Spessart) weitere ausgedehnte Wälder an. Der nordwestliche kleinere Teil gehört politisch zum Wetteraukreis, der größere südöstliche zum Main-Kinzig-Kreis; historisch-politisch gehörte das Gebiet zur Wetterau. Der Büdinger Wald hat außer der Namengebung nur wenig mit Büdingen zu tun, historisch war er als Reichswald ein Zubehör der königlichen Pfalz Gelnhausen. Er ist allerdings schon im Mittelalter als ein Reichslehen an die Burggrafen von Gelnhausen (und spätestens zwischen 1461 und 1511 an Ludwig II., Graf von Ysenburg, Herr von Büdingen und Birstein) und nach über 300 Jahren unter der Verwaltung (1812, nach der Allodifizierung, die Echtheit der Allodifizierungsurkunde ist allerdings umstritten) in das Eigentum der Grafen zu Ysenburg und Büdingen bzw. ihrer Speziallinien (Nebenlinien) gelangt. Grundbuchlicher Eigentümer ist seit 2006 die Forstgesellschaft Constantia Forst GmbH. Die Büdinger Grafen (seit 1725 drei Speziallinien: in Büdingen, in Meerholz und in Wächtersbach) waren zur Zeit des alten deutschen Reiches Mitglieder im Wetterauer Grafenverein und nach dessen Auflösung nach 1803 im 19. Jahrhundert Standesherren zwischen 1806 und 1813 im Fürstentum Isenburg und ab 1816 in den beiden Staaten des Deutschen Bundes unter den Großherzögen von Hessen-Darmstadt und den Kurfürsten von Hessen-Kassel (nach der Vereinigung - Annexion - Kurhessens mit Preußen, ab 1868 zur preußischen Provinz Hessen-Nassau) und den preußischen Königen. Nach der Staatsumwälzung 1918/19 (infolge der Novemberrevolution), verblieb der nordwestliche Teil im Kreis Büdingen (Provinz Oberhessen des Volksstaates Hessen) und der südöstliche Teil im Kreis Gelnhausen (Provinz Hessen-Nassau des Freistaates Preußen) bis 1944 und nach der Auflösung dieser Provinz ab 1. Juli 1944 zur preußischen Provinz Nassau (Anpassung an die Struktur der Reichsverteidigungsbezirke); die Kreiszugehörigkeit änderte sich auch nach der Bildung von Groß-Hessen am 18. September 1945 und Hessen (1946) als neuem Staat in der US-Besatzungszone nicht (das Besatzungsstatut endete erst am 5. Mai 1955). Die Kreiszugehörigkeit blieb bis zur Gemeindegebietsreform 1972/74 unverändert, danach ist der Kreis Büdingen im Wetteraukreis und der Kreis Gelnhausen im Main-Kinzig-Kreis aufgegangen.

Brachttal-Museum
Brachttal-Museum

Das Brachttal-Museum befindet sich im Brachttaler Ortsteil Spielberg in Hessen. Es ist im denkmalgeschützten früheren Amtshaus des Amtes Spielberg untergebracht. Das später auch als Schulgebäude genutzte Bauwerk steht in der Ortsmitte. Die Ausstellung erstreckt sich über drei Stockwerke und zeigt Alltagskultur, Industriegeschichte und regionale Erinnerungsstücke zur Entwicklung des Brachttals. Im Erdgeschoss befindet sich ein Ausstellungsraum mit Vitrinen für wechselnde Sonderausstellungen. Seit 2025 wird hier auch das detailreiche Fabrikmodell der Wächtersbacher Keramik präsentiert, das die Anlage im Bauzustand von 1947 zeigt. Es verdeutlicht eindrucksvoll die Dimensionen des ehemaligen Werkes und macht die komplexe Fabrikstruktur anschaulich nachvollziehbar. Im Raum gegenüber ist die Museumsküche untergebracht. Ihre Einrichtung ist von der Neuenschmidter Möbelindustrie gefertigt, die aus dem Wächtersbacher Sägewerk hervorging. Ausgestattet ist sie mit Schütten aus Waechtersbacher Keramik. Die Museumsküche verknüpft Möbelproduktion und Keramikgeschichte als zwei prägende regionale Gewerbezweige. Im zweiten Geschoss gibt es einen Ausstellungsraum mit Objekten der regionalen Geschichte, darunter eine rekonstruierte Schusterwerkstatt sowie mehrere historische Puppenküchen. In diesem Geschoss befindet sich auch das Museumscafé, in dem Vitrinen mit Exponaten mit Regionalbezug stehen. Das Café basiert auf einer pastellfarbenen Küche der 1950er Jahre; zusätzlich ist dort eine zweite Kücheneinrichtung erhalten, die in den 1930er Jahren als „Küche der Neuzeit“ beworben wurde und den Wandel häuslicher Gestaltung dokumentiert. Unter dem Dach befindet sich der Modelleisenbahn-Nachbau der um 1900 eingerichteten Bahnstrecke Wächtersbach–Hartmannshain im südlichen Vogelsberg. In Wächtersbach erreichte der Zug auf einem Gleis vor dem Bahnhof seine Endstation. Die Strecke ist vollständig zurückgebaut. Der Vogelsberger Südbahnradweg folgt ihrem Verlauf und macht die frühere Verbindung weiterhin nachvollziehbar.