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Siedlung Halen

KirchlindachKulturgut von nationaler Bedeutung im Kanton BernSiedlung (Städtebau) in der Schweiz
Halen im Dezember1a
Halen im Dezember1a

Die Siedlung Halen (auch Halensiedlung) ist ein modernes Reihenhaus-Bauwerk in Herrenschwanden, Gemeinde Kirchlindach bei Bern (Schweiz). Sie wurde in den Jahren 1955 bis 1962 erstellt vom Architekturbüro Atelier 5 in einer Waldlichtung hoch über Aare und Halenbrücke. In wegweisend moderner Bauweise bildet die Halensiedlung mit 78 Wohneinheiten und 5 Ateliers, ergänzt mit Gemeinschaftsräumen und Anlagen, ein in sich geschlossenes Wohnquartier. Die Siedlung Halen ist ein Kulturgut von nationaler Bedeutung. In Bezug auf die Architektur mit dem Baumaterial Beton wird sie der Architekturströmung Brutalismus zugeschrieben, in Bezug auf die Siedlungsform (Konfiguration mit gleichen Gebäudeeinheiten) dem Strukturalismus.

Auszug des Wikipedia-Artikels Siedlung Halen (Lizenz: CC BY-SA 3.0, Autoren, Bildmaterial).

Geographische Koordinaten (GPS)

Breitengrad Längengrad
N 46.972777777778 ° E 7.4133333333333 °
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Adresse

34a
3037
Bern, Schweiz
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Halen im Dezember1a
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Zaffaraya
Zaffaraya

Das „Freie Land Zaffaraya“ war ursprünglich ein Zelt- und Wagendorf auf dem Gaswerkareal im Marzili in Bern. Es wurde am 31. Juli 1985 im Zuge der Jugendunruhen errichtet. Das Zaffaraya wurde zusammen mit der Reithalle, der Dampfzentrale und dem Gaskessel zu einem Symbol für die Jugendunruhen in Bern und zu einem schweizweit diskutierten Politikum. Am 17. November 1987 räumte die Polizei das Zaffaraya. Die gewaltsame Räumung führte zu grossen Protestdemonstrationen und Schulstreiks. Im Oktober 1988 wurde das ehemalige Gelände im Gaswerk wieder besetzt. Nach 4 Tagen wurden die rund 20 Besetzerinnen und Besetzer von der Polizei vertrieben. Daraufhin besetzte das Zaffaraya spontan den Bahnhof Bern. Von kirchlicher Seite her wurde den Bewohnern des Zaffaraya ein Gemeindehaus in Wabern zur Verfügung gestellt, wo Verhandlungen mit der Stadt stattfanden. In Folge öffnete der Gemeinderat der Stadt Bern den Campingplatz im Eichholz (der im Winter geschlossen bleibt) zur vorübergehenden Nutzung. Im Frühjahr 1989, nach mehreren Verhandlungen mit der Stadt Bern, wurde dem Zaffaraya ein „Provisorium“ im Neufeld (auf einem Hügel am Stadtrand, neben der Autobahn) angeboten. Trotz internen Widersprüchen liess sich das Zaffaraya auf dieses Angebot ein. Da die Stadt kein Alternativgelände zum Neufeld finden konnte und sich die Bewohner des Zaffaraya mit Protestaktionen gegen eine Auflösung ihres Lebensraums wehrten, bewilligte der Gemeinderat „einen Verbleib bis auf Weiteres“ im Neufeld. Seither wurde der Autobahnschutthügel von den Bewohnern des Zaffaraya zu einem Lebensraum mit Bäumen und Gärten, einem Teich und vielen verschiedenen Wohngebäuden umgewandelt. Die Gruppe zählt an die 26 Leute im Alter von 1 bis 60 Jahren. Obwohl das Zaffaraya auf Grund seiner geografischen (und politischen) Lage aus dem städtischen Alltag verschwunden scheint, finden dort jedes Jahr kulturelle Veranstaltungen statt. Bedroht wurde dieser Standort des Zaffaraya durch ein Strassenbauprojekt („Neufeld-Zubringer“), welches quer über das Gelände eine Einfahrt in einen Tunnel vorsah. Eine Zerstörung des Projekts Zaffaraya wurde jedoch abgewendet. Die Stadt Bern stellte den Bewohnern ein neues Gelände, nur wenige hundert Meter neben dem vorherigen, zur Verfügung. Der Umzug ebenso wie der Baubeginn des Neufeld-Tunnels begann im Sommer 2006 – über 20 Jahre nach der Entstehung des Zaffaraya.