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Górka-Palais Posen

Bauwerk in PosenErbaut in den 1540er JahrenGeschichte von PosenRekonstruiertes Bauwerk in PolenRenaissancebauwerk in Polen
Schloss in EuropaSchloss in der Woiwodschaft GroßpolenUmgenutztes Bauwerk in der Woiwodschaft Großpolen
Poznań, Pałac Górków z Rynku
Poznań, Pałac Górków z Rynku

Das Górka-Palais (polnisch: Pałac Górków w Poznaniu) ist ein Stadtpalais des polnischen Adelsgeschlechts Górka in der Altstadt von Posen unweit des Altmarkts. Łukasz Górka erwarb mehrere gotische Stadthäuser an der heutigen ul. Wodna ab 1509. In den 1530er Jahren begann er mit dem Plan für den Ausbau der Häuser zu einem Stadtpalais. Das Vorhaben realisierte jedoch erst sein Sohn Andrzej Górka in den Jahren von 1545 bis 1549. Es entstand ein Renaissance-Palais mit Garten. Da Andrzej Górka Lutheraner war, richtete er in dem Palais eine protestantische Kapelle für die Gottesdienste der örtlichen Luthergemeinde ein. Die Kapelle wurde ab 1560 auch von den Böhmischen Brüdern genutzt. Stanisław Górka war der letzte Eigentümer aus dem Haus Górka. Nach seinem Tod 1592 ging das Palais an Wojciech Czarnkowski, den Schwager von Stanisław Górka. Czarnkowski verkaufte das Palais 1596 an die Stadt Posen. Diese wiederum verkaufte das Palais 1605 an die Benediktiner aus Kulm, die es bis 1828 als Kloster nutzen. Danach nutzten das Gymnasium St. Maria Magdalena sowie andere Schulen das Gebäude. 1945 wurde das Palais stark beschädigt und von 1960 bis 1967 restauriert. Heute befindet sich in seinen Mauern das Archäologiemuseum Posen.

Auszug des Wikipedia-Artikels Górka-Palais Posen (Lizenz: CC BY-SA 3.0, Autoren, Bildmaterial).

Górka-Palais Posen
Wodna, Posen Altstadt

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N 52.4073 ° E 16.9347 °
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Adresse

Pałac Górków

Wodna 27
61-779 Posen, Altstadt
Woiwodschaft Großpolen, Polen
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Poznań, Pałac Górków z Rynku
Poznań, Pałac Górków z Rynku
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In der Umgebung

Museum für Musikinstrumente in Posen
Museum für Musikinstrumente in Posen

Das Museum für Musikinstrumente in Posen (poln. Muzeum Instrumentów Muzycznych w Poznaniu) ist eine Zweigstelle des Posener Nationalmuseums. Es befindet sich am Alten Markt (Stary Rynek 45) in drei Bürgerhäusern aus dem 16. bis 19. Jahrhundert. Der Erker des Eckhauses links entstand um 1570. Das Museum wurde 1945 von Zdzisław Szulc gegründet, der seine private Sammlung dem Museum gespendet hat. Die Sammlungen wurden erst 1949 öffentlich ausgestellt. Das Museum besteht aus vier Abteilungen: Europäische Konzertinstrumente Europäische Volksinstrumente Außereuropäische Instrumente Musikalien Die Sammlungen werden in 19 Ausstellungsräumen gezeigt. Das Museum besitzt eine Sammlung historischer Instrumente, darunter Violinen aus den Werkstätten der polnischen Geigenbauerfamilien Groblicz und Dankwart, Orgelpositive aus dem 16. und 17. Jahrhundert, Harfen aus dem 18. und 19. Jahrhundert, Tasteninstrumente aus dem 18. bis 20. Jahrhundert, Posaunen aus dem 18. Jahrhundert und zahlreiche Spieldosen und Musikautomaten. Die Sammlung europäischer Volksinstrumente besitzt Instrumente aus allen europäischen Ländern und allen Gegenden Polens, auch archäologische Funde. An außereuropäischen Volksinstrumenten besitzt das Museum u. a. Instrumente aus dem Fernen Osten und Instrumente der nordamerikanischen Indianer sowie sehr seltene mexikanische Ayacachtli-Instrumente, Instrumente der Aborigines Australiens, Trommeln aus Afrika und arabische Pfeifen. In der Musikaliensammlung sind Chopin-Andenken aus seinem Aufenthalt in Großpolen zu erwähnen. Seit 1957 nimmt das Museum an der Organisation der internationalen Geigenbauer-Wettbewerbe teil.

Neues Rathaus (Posen)
Neues Rathaus (Posen)

Das Neue Rathaus in Posen wurde 1891–1894 an Stelle des im Jahr 1890 abgetragenen Gebäudes der Stadtwaage – unmittelbar an der Westseite des Alten Rathauses – im Stil der Neorenaissance nach einem Entwurf von Stadtbaurat Heinrich Grüder errichtet und am 9. Januar 1895 feierlich eingeweiht. Es wurde zunächst – wie Neubauten für die wachsende Stadtverwaltung in anderen deutschen Städten auch – als Stadthaus bezeichnet; da die polnische Sprache keine übliche wörtliche Entsprechung bietet, bürgerte sich spätestens nach 1918 der Name Nowy Ratusz (Neues Rathaus) ein. Dem historischen Alten Rathaus als Symbol des Polentums in Posen wurde durch das Stadthaus eine neue deutsche Dominante am Alten Markt entgegengesetzt – die von Grüder verwendete Spielart der Neorenaissance wurde damals als Deutsche Renaissance interpretiert. Das Alte Rathaus wurde aber als architekturgeschichtliches Denkmal anerkannt und 1910–1913 restauriert. Das Stadthaus übernahm mit den Dienstzimmern des Oberbürgermeisters und der Stadträte sowie den Sitzungssälen des Magistrats und der Stadtverordneten-Versammlung die wichtigsten Funktionen vom Alten Rathaus. Seine Fassaden bestanden aus Verblendern zwischen architektonischen Gliederungen in Werkstein; es war mit Zentralheizung ausgestattet. Die Baukosten lagen bei 500.000 Mark. In der Zeit des Nationalsozialismus hielt Heinrich Himmler möglicherweise im Neuen Rathaus die zweite seiner Posener Reden. Während des Zweiten Weltkriegs wurde das Neue Rathaus stark beschädigt und danach nicht wiederaufgebaut. Stattdessen wurde das zuvor dort stehende Gebäude der Stadtwaage rekonstruiert. Die Bezeichnung Nowy Ratusz (Neues Rathaus) ging auf das nun durch die Stadtverwaltung genutzte ehemalige Kaiserschloss über.