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Nord-Holland (Kassel)

Stadtteil von Kassel
Lage KS Nord Holland
Lage KS Nord Holland

Nord-Holland, offiziell Nord (Holland), ist ein Stadtteil der nordhessischen Großstadt Kassel. Die sogenannte Nordstadt entstand seit Anfang des 19. Jahrhunderts entlang der nach Norden führenden Holländischen Straße. Bis heute prägend war die hohe Konzentration an Industriebetrieben. Dazwischen entstanden im Verlauf der Gründerzeit und des sozialen Werkswohnungsbaus kleine, unzusammenhängende Quartiere und Siedlungen. Heute ist die Kasseler Nordstadt mit ihren 34,8 % nichtdeutschen Einwohnern der Stadtteil mit der höchsten Migrantendichte, die aus der Ansiedlung werksnaher Arbeitsmigranten der Nachkriegsjahre resultiert. Der Hauptsitz des Kasseler Ausländerbeirats befindet sich in diesem Stadtteil.Seit Anfang der 1980er Jahre befindet sich hier der Hauptstandort (Campus Holländischer Platz) der Universität Kassel.

Auszug des Wikipedia-Artikels Nord-Holland (Kassel) (Lizenz: CC BY-SA 3.0, Autoren, Bildmaterial).

Nord-Holland (Kassel)
Holländische Straße, Kassel Nord (Holland)

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Geographische Koordinaten (GPS)

Breitengrad Längengrad
N 51.321125 ° E 9.5023333333333 °
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Adresse

Holländische Straße

Holländische Straße
34127 Kassel, Nord (Holland)
Hessen, Deutschland
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Lage KS Nord Holland
Lage KS Nord Holland
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In der Umgebung

Die Rampe (Mahnmal)
Die Rampe (Mahnmal)

Die Rampe ist ein von der deutschen Künstlerin E. R. Nele geschaffenes Mahnmal gegen Deportation und Vernichtung, das 1985 auf dem Gelände des ehemaligen Henschelwerks in Kassel (im Stadtteil Nord-Holland) eingeweiht wurde. Das Mahnmal wurde am 8. Mai 1985, vierzig Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs, auf dem Gelände der damaligen Gesamthochschule und heutigen Universität Kassel eingeweiht und erinnert an die NS-Verbrechen in der Zeit des Nationalsozialismus zwischen 1933 und 1945. Es mahnt zum Frieden und ist ein deutliches Symbol für die Entmenschlichung, die Totalitarismus, Militarismus und Unterdrückung im Deutschen Reich durch Hierarchie und Staatsglaube, überzogenen Kult und Symbolismus im Krieg und Holocaust verursacht haben. Dargestellt wird die Deportation jüdischer Mitbürger in Kassel und Nordhessen als auch Kriegsgefangener und zur Zwangsarbeit Gezwungener in der Kriegsmaschinerie des Dritten Reiches, der die örtliche Industrie nach der Arisierung ebenso angehörte. Die Firma Henschel beschäftigte während der Kriegsjahre bis zu 6000 Zwangsarbeiter. Die Installation besteht aus einem dunkel lasierten Güterwaggon, aus dessen Ladetür körperlose Figuren in die Leere stürzen. Am Boden zerfallen sie zu Umhängen und liegen wie leblos entseelt am Ende ihrer Reise. Die ursprüngliche Umgebung bestand aus einem gepflasterten Granit, der eingefriedet von schmiedeeisernen Gitterzäunen das Mahnmal zur Straße hin abgrenzte. Neben der Installation beleuchtete eine schlichte, gebogene Straßenlampe die Szenerie. Das Mahnmal wurde ursprünglich von einem dahinter befindlichen Betonmonolith und einem Hain aus acht Robinien eingerahmt, die das Ensemble zum Gelände hin abstützten. Es war von einer Kirschenallee, die neben dem Parkplatz der Hochschule auf die verbliebenen Industriehallen zuführte, und zwei Flachbauten umgeben, die den Charakter von Baracken sinnbildlich übertrugen. Auf dem Gelände befanden sich ursprünglich bis in die Zeit der Hochschulgründung die Gleisanschlüsse des Lokomotiv-Unternehmens. Das rechts neben dem Denkmal befindliche Tor zeigte mit Betonplatten den Verlauf der Gleise stilisiert in die Tiefe der als „Ahnapark“ genutzten Freifläche. Die Ahna verläuft entlang des Grünzugs. Nach einem Brandanschlag wurde das Mahnmal 1992 wiederhergestellt und 2001 restauriert. Im Jahr 2011 wurde es im Zuge der Baumaßnahmen zur Erweiterung der Universität Kassel demontiert und eingelagert. Im März 2017 wurde das Kunstwerk von seinem alten Standort vor einen Neubau der Universität Kassel umgesetzt.